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Die besten Tipps gegen Aufschieberitis

Konkrete Ratschläge gegen Prokrastination

20. Mai 2015. Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen. Aber eigentlich müsste ich heute noch ein bisschen was einkaufen gehen. Opa hat auch bald Geburtstag, vielleicht sollte ich erstmal nach einem Geschenk suchen. Also doch lieber morgen. Viele kennen das: Statt die Aufgabe direkt anzugehen, erledigt man erstmal kleinere Dinge, die aktuell viel dringender erscheinen. Wie du am besten gegen diesen Prozess der Prokrastination oder Aufschieberitis ankommst, verraten wir dir hier.

 

Tipps gegen Aufschieberitis

Tipps gegen Aufschieberitis

 

Laut dem Duden bezeichnet Prokrastination das Aufschieben von anstehenden Aufgaben und Tätigkeiten. Psychologen sind sich weitgehend einig, dass ein bisschen Aufschieben normal und vielleicht sogar gesund ist. Denn manche großen Aufgaben, wie die Planung einer großen Reise oder das Schreiben einer langen Arbeit können nicht in einem Stück erledigt werden, sondern benötigen mehrere Anläufe. Abhängig von der Ausprägung kann Prokrastination allerdings sogar zu psychologischen Problemen führen. Je mehr man eine Aufgabe aufschiebt, umso mehr steigt der innere und äußere Druck. Je höher der Druck, desto größer wird die Frustration über die unerledigte Arbeit und man läuft eher Gefahr, die Aufgabe gar nicht mehr oder unzureichend zu erledigen. Damit das nicht passiert, geben wir dir einige Tipps wie du es für dich einfacher machen kannst, Aufgaben ohne ständige Unterbrechung zu erledigen.

 

  1. Schaffe Ordnung, bevor du anfängst. Wenn du an deinem Schreibtisch arbeitest, dann räume ihn auf, bevor du anfängst. So hat dein Arbeitsplatz Struktur, es gibt weniger Ablenkungen und du kannst dich besser konzentrieren.

  2. Entferne mögliche Störfaktoren von deinem Arbeitsplatz. Pieptöne für neue WhatsApp-Nachrichten oder SMS, Vibrationsalarm für eingehende Mails – auch wenn du diese Störfaktoren ignorierst und die Nachrichten nicht liest, unterbrechen sie deine Konzentration. Falls du also dein Smartphone oder Tablet für die aktuelle Aufgabe nicht brauchst, lass es während deines festgelegten Zeitfensters in einem anderen Raum. Und sofern du mit dem Internet arbeitest, öffne in deinem Browser nur Fenster, die du für deinen aktuellen Arbeitsabschnitt benötigst.

  3. Zerlege dein Projekt in kleinere Abschnitte, die du dann einzeln abarbeitest. Schreibst du zum Beispiel eine Arbeit? Dann könnte es hier die Teilabschnitte Einleitung, Argument 1, Argument 2, Fazit, Revision Rechtschreibung & Grammatik, Revision Ausdruck und Korrektur lesen geben. Diese Aufteilung ermöglicht eine klare Priorisierung und somit eine effektivere Zeitplanung. Große Aufgaben erscheinen so nicht mehr unmöglich und komplex, sondern werden strukturiert erledigt.

  4. Schreib dir am Vortag einen konkreten Zeitplan für den nächsten Tag. Um mit dem bereits genannten Beispiel weiterzumachen: Statt in Gedanken deinen Tag zu planen, schreib dir auf, in welchem Zeitfenster (z.B. 11.15 Uhr bis 11.45 Uhr) du welchen Abschnitt bearbeiten wirst. In dieser Zeit, also z.B. zwischen 11.15 Uhr und 11.45 Uhr arbeitest du nur an der Einleitung und an nichts anderem. Anschließend machst du eine Pause. Von 13 Uhr bis 13.30 Uhr bearbeitest du dann den zweiten Teilabschnitt. Eine zeitliche Struktur macht die einzelnen Teilaufgaben und damit auch das gesamte Projekt überschaubar, erleichtert somit den Start und schafft immer wieder aufs Neue kleine Erfolgsergebnisse.

  5. Belohne dich für Teilerfolge. Um deine Aufgabe zu schaffen, benötigst du Disziplin und musst dich manchmal selbst etwas unter Druck setzen. Damit du deine Motivation nicht verlierst, brauchst du zwischendurch Dinge, die dir ein gutes Gefühl geben. Aus psychologischer Sicht können Belohnungen der Aufschieberitis dauerhaft sogar entgegen wirken: Das Gehirn merkt sich, dass erledigte Arbeit belohnt wird und auf lange Sicht steigt unbewusst die Fähigkeit, sich selbst zu motivieren. Am Ende ist das Erfolgserlebnis Belohnung genug.

  6. Durchbrich die Gewohnheit. Prokrastination oder Aufschieberitis ist im Prinzip nichts anderes als eine Gewohnheit – nämlich die Gewohnheit, Aufgaben so lange aufzuschieben, bis es nicht mehr geht. Durchbrich diese Gewohnheit, indem du dir ganz bewusst vor Augen hältst, warum du nicht sofort beginnst. Und statt nun zu überlegen, “Was wäre, wenn…”, fang sofort an und nutze die Anfangsmotivation! Die 72-Stunden-Regel besagt, was man sich vornimmt, sollte man innerhalb von 72 Stunden beginnen, oder man wird sehr wahrscheinlich niemals damit anfangen. Lies also den Artikel zu Ende und starte mit der Arbeit.

Aufschieberitis kennt jeder von uns. Mithilfe unserer Tipps und etwas Geduld wirst du deine Aufgaben sicher trotzdem gut schaffen können.

Falls du öfter mal das Lernen von Vokabeln aufschiebst, haben wir zum Abschluss noch eine gute Nachricht: phase6 zerlegt die Arbeitsschritte für dich, bietet dir fertige Vokabelkärtchen und hat eine Erinnerungsfunktion, die sich immer dann auf deinem Smartphone meldet, wenn Vokabeln gelernt werden müssen.

 
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